Kategorien: , , , ,

Nadia Owusu – Aftershocks

Man sieht das Buch, es wird von einer Hand gehalten, vor einer Wand. Auf dem Cover sieht man etwas das wie Wasser aussieht, sowie Linien die an Seismographische Linien erinnern. Im Unteren Teil sieht man noch einen fliegenden Vogel.

Details

Originaltitel: Aftershocks
Übersetzung von Lisa Kögeböhn

Taschenbuch, 350 Seiten
Orlanda, 31. Mai 2023
ISBN 978-3949545160

Meine Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

Klappentext

Nadia Owusu hat auf verschiedenen Kontinenten und in vielen Ländern gelebt. Sie erzählt in ihren bewegenden Erinnerungen von ihrer Kindheit, den jungen Erwachsenenjahren und ihrer Familiengeschichte, in die die Folgen von Krieg, Genozid und Kolonialismus tief eingeschrieben sind. Aftershocks ist eine persönliche Geschichte hinter den Nachrichten über Einwanderung und Spaltung, die die aktuelle Politik beherrschen. Damit sind die bewegenden und unglaublich aktuellen Memoiren ein nuanciertes Porträt der Globalisierung in einer zerrissenen Welt.

Content Notes (könnten Spoiler enthalten)

Krieg, Terrorismus, Rassismus, sexualisierte Gewalt, Depression

Nadia Owusu schreibt in Aftershocks über ihre Identitätssuche verteilt über Kontinente. Geboren in Tansania, ihre Mutter Armenierin, der Vater Ghanaer, Beamter der Vereinten Nationen. Durch den häufigen Wechsel seines Arbeitsorts wächst Nadia somit auf verschiedenen Kontinenten und in verschiedenen Kulturen auf. Sie schreibt über ihre Zerrissenheit, die schwierige (bis kaum vorhandene) Beziehung zu ihrer Mutter die in den USA lebt und ihrer Stiefmutter. Der einzige Halt ist die Liebe zu ihrem Vater.

Als junge Frau geht Nadia schließlich alleine nach New York, wo sie beginnt sich ihren familiären Traumata zu stellen, sie nutzt das Schreiben als Therapie oder jedenfalls kommt es so bei mir als Leserin an, sie verarbeitet einfach alles, ehrlich, rau und verletzlich, uns bleibt dabei nur das Zuschauen.

Owusu hat einen ganz einzigartigen Stil der das Lesen irgendwie angenehm macht, man fliegt durch die Seiten trotz der doch oftmals so hoch emotionalen Themen. Hier auch ein Kompliment an die Übersetzerin, die diesen eigenen Klang so wunderbar weitergeführt hat.

„Ich sehnte mich nach einer dauerhaften Verbindung, nach einem Ort, an dem Zurückweisung nicht unumgänglich war.“ (S. 57)

Nadia Owusu

Absolute Leseempfehlung von mir für dieses starke Memoir, das ganz viele Lesende verdient!


Hinterlasse einen Kommentar