Kategorien: ,

Frances Cha – If I had your face

Man sieht das Buch liegend auf einem weißen Tisch. Das Cover ist in gelb gehalten. Der TItel ist als Banner über ein Gesicht gelegt und verziert mit Blumen und Blättern.

Details

Taschenbuch, 288 Seiten
Penguin, 24. Juni 2021
ISBN 978-0241986356

Meine Bewertung

Bewertung: 4 von 5.

Klappentext

In Seoul, where impossible beauty standards and ruthless social hierarchies dictate your every move, four women are balancing on a razor’s edge:

Kyuri, a beautiful „room salon“ girl paid to entertain wealthy businessmen after hours.

Miho, an artist whose life becomes enmeshed with the offspring of the super-weatlthy elite.

Ara, a hairstylist whose obsession with a K-pop star leads her to violent extremes.

Wonna, their neighbour, pregnant with a child that she can’t afford

Set in de drinking dens and beauty salons of South Korea’s capital, If I had your Face is an electrifying debut novel about female strenght, resilience and the solace that friendship can provide.

„I would live your life so much better than you, if I had your face.“

In Frances Cha – If I had your face, begleiten wir 4 Frauen und ihren Alltag in Seoul. Einem Alltag der geprägt ist von Schönheitsidealen, Misogynie, Geldsorgen und sozialen Hierarchien, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Kyuri, arbeitet in einem Etablissement, wo reiche Männer einkehren und sich unterhalten lassen. Um das Schönheitsideal aufrecht zu erhalten geht Sie regelmäßig zu Schönheitsoperationen. Sie wohnt zusammen mit der Künstlerin Miho in einem Appartementkomplex, in welchem ebenfalls Ara wohnt, die seit ihrer Kindheit nicht mehr spricht und Wonna, die mit ihrem Ehemann zusammen lebt.

Allein in Seoul gibt es mehr als 500 Schönheitskliniken, operative Eingriffe gehören hier zum täglichen Leben dazu. Auch unsere Protagonistinnen kennen kaum ein anderes Thema, und leben in einer Art Strudel, denn alle haben sie Geldsorgen, und nur wer schön ist, verdient viel Geld. Zudem sind soziale Hierarchien ein großes Thema, und besonders (natürlich) sind Frauen von Armut betroffen.

Cha schreibt ganz selbstverständlich über das Leben von vielen Frauen. Ich habe es trotz der schweren Themen wirklich gern gelesen, man lernt hier einiges über das Land, das mit niedriger Geburten- und hoher Sui*idrate zu kämpfen hat. Es ist ein Buch zum Kopfschütteln und zum Aufregen, aber am Ende auch um etwas Hoffnung zu haben, denn was hier auch deutlich wird, Zusammenhalt unter Frauen ist der wichtigste Pfeiler den wir haben um die Kämpfe auszutragen.

„Hätte ich dein Gesicht“ ist ebenfalls auf Deutsch in der Übersetzung von Nicole Seifert erschienen.


Hinterlasse einen Kommentar