Kategorien: , ,

Theresa Hannig – Pantopia

Man sieht das Buch liegend auf einer weißen Kommode. Das Cover ist schwarz, in der Mitte sieht man einen Kreis der aus verschiedenen Teilen besteht in grün-blau Tönen.

Details

Broschierte Ausgabe, 464 Seiten
FISCHER Tor, 23. Februar 2022
ISBN 978-3596706402

Meine Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

Klappentext

Eigentlich wollten Patricia Jung und Henry Shevek nur eine autonome Trading-Software schreiben, die an der Börse überdurchschnittlich gut performt. Doch durch einen Fehler im Code entsteht die erste starke künstliche Intelligenz auf diesem Planeten – Einbug.

Einbug begreift schnell, dass er, um zu überleben, nicht nur die Menschen besser kennenlernen, sondern auch die Welt verändern muss. Zusammen mit Patricia und Henry gründet er deshalb die Weltrepublik Pantopia. Das Ziel: die Abschaffung der Nationalstaaten, die universelle Durchsetzung der Menschenrechte und ein Leben im Einklang mit der Natur. Wer hätte gedacht, dass sie damit Erfolg haben würden?

Wie menschlich kann eine KI sein?

Patricia und Henry arbeiten an einer Software, die autonom an der Börse handeln soll. Eher zufällig entwickeln sie durch einen Fehler im Code eine starke KI. Diese KI – Einbug genannt – entwickelt sich, beginnt menschlich zu handeln und sich dadurch den Problemen und Ungerechtigkeiten auf der Welt stellt, mit dem Ziel die Nationalstaaten abzuschaffen und universelle Menschenrechte durchzusetzen. Dadurch gründen sie Pantopia, eine Vision in der alle willkommen sind.

Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen, aber es hat mich einfach so abgeholt, dass ich noch oft darüber nachdenke. KI wird – auch in der Buchbubble – immer präsenter. Und bei den ganzen Horror-Nachrichten die uns täglich um die Ohren fliegen wünsche ich mir manchmal tatsächlich nur ein kleines bisschen Pantopia.

Hannig muss hier einiges an Recherche reingesteckt haben, das merkt man auf fast jeder Seite. Durch die aktuellen Themen und einem klaren, aber menschlich gebliebenen Schreibstil fliegt man durch die Seiten. Nach dem Zuklappen hatte ich tatsächlich ein bisschen mehr Hoffnung, dass eine bessere Welt möglich ist. Wer sich darauf einlassen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.


Hinterlasse einen Kommentar