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Mieko Kawakami – Brüste und Eier

Man sieht das Buch liegend auf einer weißen Kommode. Das Cover ist in Hellblau gehalten, in der oberen Hälfte sieht man Kirschblüten und einen Schmetterling, sowie eine Hand die aus den Blüten heraus ragt. In der unteren Hälfte sieht man einen Oberarm umgeben von Blüten und Blättern. Ebenfalls sieht man noch eine Hand mit einem medizinischen Handschuh und einer Spritze.

Details

Originaltitel: Natsumonogatari
Übersetzung von Katja Busson

Taschenbuch, 494 Seiten
DuMont, 13. August 2021
ISBN 978-3832165994

Meine Bewertung

Bewertung: 4 von 5.

Klappentext

Ein Sommertag in Tokyo: Die dreißigjährige Natsuko erhält Besuch von ihrer älteren Schwester Makiko und ihrer Nichte Midoriko. Makiko, die mit ihrem Körper hadert, ist davon besessen, sich einer Brustvergrößerung zu unterziehen. Derweil ist die zwölfjährige Midoriko von der beginnenden Pubertät überfordert – unfähig, in einer Gesellschaft, die alles Körperliche tabuisiert, ihre Ängste zu kommunizieren. Und auch Natsuko muss sich fragen, welche Rolle ihr bleibt: als unverheiratete Frau, die nicht mehr Tochter ist und vielleicht nie Mutter sein wird.

Content Notes (könnten Spoiler enthalten)

Missbrauch

Die dreißigjährige Natsuko wünscht sich ein Kind – als unverheiratete und allein lebende Frau. Ihre Schwester kommt zu Besuch um sich für eine Brustvergrößerung anzumelden, da sie mit ihrem älter werdenden Körper hadert. Und ihre Nichte Midoriko kämpft mit der Pubertät und den damit einhergehenden körperlichen Veränderungen.

Mieko Kawakami hat in ihrem Roman die vielen großen und kleinen Sorgen und Widerstände denen Frauen tagtäglich begegnen, vor den Hintergrund einer Gesellschaft die alles körperliche tabuisiert gesetzt.

Kawakami schreibt sehr offen, teils gesellschaftskritisch und auch humorvoll bis fast skurril über Themen wie Mutterschaft, Kinderwunsch, Samenspende, was jegliche körperliche Veränderung mit Frauen macht. Einige Gespräche von Natsuko und ihren Freundinnen sind richtig wohltuend (wenn auch ab und zu vielleicht etwas langatmig) und zeigen auf wie wichtig ein offener Umgang und Austausch untereinander, wie wichtig aber auch der der Umgang einer Gesellschaft zu gesundheitlichen Themen, die immerhin 50% der Bevölkerung betreffen, ist.


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