Miteinander anders denken

Details
Gebundene Ausgabe, 560 Seiten
btb, 14. März 2022
ISBN 978-3442759460
Meine Bewertung
Klappentext
Wie kann es uns gelingen, unsere Gesellschaft als Gemeinschaft zu denken und verbunden zu handeln? Hadija Haruna-Oelker beschäftigt sich seit Langem mit Rassismus, Intersektionalität und Diskriminierung. Sie erzählt ihre eigene Geschichte, die sie mit hochaktuellen gesellschaftspolitischen Fragen verbindet, um eine Vision davon zu entwickeln, wie wir unser Miteinander anders denken können: indem wir einander Räume schaffen, Sprache finden, uns mit Offenheit und Neugier begegnen.
Hadija Haruna-Oelker ist als Tochter einer weißen Mutter und eines Schwarzen Vaters in Frankfurt am Main aufgewachsen. Sie ist Journalistin, Aktivistin, Freundin, Mutter, Partnerin. In ihrem ersten Buch nimmt sie uns mit auf eine Reise durch die Gesellschaft und stellt die Frage wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen. Es sind viele Themen und damit einhergehende Diskrimierungen, die uns täglich begegnen: Rasissmus, Klassismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit, Misogynie (u.v.m.)
Nicht nur dass wir zusammen mit Haruna-Oelker auf ihre ganz eigene Reise zu diskriminierungsfreiem Denken und Handeln gehen und dabei gemeinsam unsere Privilegien checken. Die Art und Weise wie das Buch geschrieben ist, ist einfach nur wärmend. Ein wirklich großer Pluspunkt ist das Sensitiv Lesen, das oft erwähnt wird und ich mir für noch viel mehr Bücher wünschen würde. Hier wird somit nicht nur darauf geachtet keine -Ismen zu reproduzieren, es wird einfach zu einem Safe Space – in Buchformat. Und wir alle wissen, wenn man sich in einem Safe Space befindet, wird es einfacher über Erfahrungen zu sprechen, zu handeln und dabei auch Fehler einzugestehen.
Dass wir diese Fehler machen (werden) erwähnt sie ebenfalls an einigen Stellen, dass sie nötig sind, dass es in einer diversen Gesellschaft auch mal Streit geben darf. Noch wichtiger ist dann der Umgang damit: Reflexion und Empathie sind dabei wichtige Stichworte.
Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen Quellen und Verweise, auf weitere Literatur, sowie Seiten zu Vereinen, die sich mit bestimmten Themen auseinander setzen. Hut ab vor dieser sensiblen und umfangreichen Recherche!
Auch wer sich viel mit den angesprochenen Themen beschäftigt wird hier etwas Neues mitnehmen können, daher eine absolute Empfehlung von mir.
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