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Aisha Abdel Gawad – Zwischen Zwei Monden

Man sieht das Buch, es steht auf der Handinnenseite, die das Buch vor einer Wand hält. Das Buch ist in Rosa gehalten, eine Hand der Fatima ziert das Cover und der Titel ist in großen gelben Buchstaben quer darüber geschrieben.

Details

Originaltitel: Between Two Moons
Übersetzung von Henriette Zeltner-Shane

Gebundene Ausgabe, 416 Seiten
Blumenbar, 10. Oktober 2023
ISBN 978-3351051082

Meine Bewertung

Bewertung: 4 von 5.

Klappentext

Es ist Sommer in New York, und es ist der Monat des Ramadans. Endlos lange 15-Stunden-Tage des Fastens liegen vor den Zwillingen Amira und Lina, die in Bay Ridge aufwachsen, einer muslimischen Enklave am Rande Brooklyns. Sie wollen einen ausgelassenen Sommer verbringen, bevor die Schulzeit endet und der Ernst des Lebens beginnt. Doch dann wird ihr Bruder aus dem Gefängnis entlassen, und dessen geheimnisvolles Verhalten droht die fragile Familienkonstellation aus der Balance zu bringen.

Content Notes (könnten Spoiler enthalten)

Rassismus, Polizeigewalt, Sexualisierte Gewalt

Zwischen zwei Monden erzählt von den Zwillingen Amira und Lina. Gemeinsam leben sie mit ihren Eltern in Bay Ridge, Brooklyn, New York in einer muslimischen Gemeinschaft. Es ist der Monat des Ramadan und die beiden wollen den Sommer ihres letzten Schuljahrs genießen. Als ihr großer Bruder aus dem Gefängnis entlassen wird gerät das Familienbild allerdings ins Wanken.

Die Geschichte der Beiden schwankt zwischen Glauben, Tradition und Neuem entdecken. Eigene Werte reflektieren, will man dazugehören und zu welchem Preis? Was bedeutet Familie und wie will man mit einem zurückgekehrten Bruder umgehen, der so fremd geworden ist? Dadurch entwickelt sich ein ganz eigener Sog, den ich zwar erst ab der Hälfte verspürt habe, das Ganze aber nicht minder lesenswert macht. Neben dem Denkanstoß Vorurteile zu erkennen und zu hinterfragen hat mir am meisten die ehrliche Erzählung der Beziehungen innerhalb der Familie gefallen, nicht nur zwischen den Zwillingen, die so unterschiedliche Entscheidungen treffen, sondern auch zwischen den Eltern, die eine ganz eigene Geschichte eint.

„Es gab unser Leben hier in Bay Ridge, wo wir Araber, Muslime, Töchter waren. Und dann gab es unser Leben weit weg von alldem.“ (S. 170)


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