
Details
Originaltitel: All the Light We Cannot See
Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence
Taschenbuch, 528 Seiten
btb Verlag, 11. August 2016
ISBN 978-3442749850
Meine Bewertung
Klappentext
Kunstvoll miteinander verwoben erzählt Anthony Doerr die Geschichten zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg, der blinden Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus dem besetzten Paris nach Saint-Malo flieht, und des jungen Waisen Werner, der in der Wehrmacht eingesetzt wird. Unaufhaltsam treibt die Geschichte sie aufeinander zu, bis sich ihre Lebenswege für einen folgenreichen Augenblick kreuzen…
In diesem knapp 500 Seiten Schmöker begleiten wir die seit ihrem 6. Lebensjahr blinde Marie-Laure, die vor der Besetzung Frankreichs mit ihrem Vater von Paris nach Saint-Malo flieht und bei ihrem Großonkel Zuflucht findet. Und Werner, einem Deutschen, der mit seiner Schwester in einem Waisenhaus auf der Zeche Zollverein aufwächst. Durch seine technische Begabung und das Talent Radios zu reparieren kommt er erst in eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt und wird schließlich zur Wehrmacht versetzt.
In kurzen Episoden schildert Doerr hier zwei sehr unterschiedliche Lebensgeschichten. Er verpackt hier das geschichtliche Grauen (es gibt ein paar explizite Szenen) in einen gut zu lesenden Roman, der 2015 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Die nicht chronologische Abfolge ist allerdings manchmal etwas verwirrend und ein paar weniger Seiten wären auch nicht schlimm gewesen. Der Stil ist ruhig, unaufgeregt und hat mich sehr berührt, besonders die Geschichte von Marie-Laure fand ich sehr liebevoll beschrieben.
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