
Details
Originaltitel: La Vie sans fards
Übersetzung von Beate Thill
Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
Luchterhand Literaturverlag, 11. Mai 2020
ISBN 978-3630876337
Meine Bewertung
Klappentext
»Ich blickte hinauf zum sternenübersäten Himmel und wünschte mir leidenschaftlich ein neues Leben.«
Maryse Condé wird als jüngstes von acht Kindern auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe geboren und gilt heute als »Weltbürgerin und Grande Dame der frankophonen Literatur« (BR 2). In ihrer Autobiographie lässt sie ihre frühen Lebensjahre wiederaufleben. Die Zeit als junge Studentin im Paris der 1950er-Jahre, als alleinerziehende, mittellose Mutter, die wagemutig nach Westafrika geht und als Lehrerin miterlebt, wie der Kontinent von politischen Auseinandersetzungen erschüttert wird.
Mit entwaffnender Offenheit schildert Maryse Condé ein Leben fernab der üblichen Pfade und zeichnet das Bild einer unerschrockenen Frau, die die gesellschaftlichen und politischen Widersprüche ihrer Zeit erkannte und sich »nie scheute, gegen den Strom zu schwimmen« (Neue Zürcher Zeitung).
Content Notes (könnten Spoiler enthalten)
Rassistische Fremdbezeichnungen, ableistische Schimpfwörter, sexualisierte Gewalt
Maryse Condé ist französische Autorin und wurde 1937, als jüngstes von acht Kindern, auf der Karibikinsel Guadeloupe geboren. Sie studierte Vergleichende Literatur in Paris und lebte danach mehrere Jahre in Westafrika. 2018 erhielt sie mit 81 Jahren den Alternativen Literaturnobelpreis. Condé ist Anhängerin der Négritude und wurde bekannt durch politische Romane über Afrika.
Die Négritude ist eine literarisch-philosophische politische Strömung, die für eine kulturelle Selbstbehauptung aller Menschen Afrikas und ihrer afrikanischen Herkunft eintritt. Im Unterschied zum eher angelsächsisch orientierten Panafrikanismus reflektierte die frankophone Négritude den europäischen Diskurs über Afrika.
Quelle: Wikipedia.de
In ihrer Autobiografie nimmt Condé uns mit von Guadeloupe nach Paris, die Stadt ihrer ersten Liebe und Enttäuschung, schwanger geht sie nach Westafrika. Sie lebt in Guinea, heiratet ihren ersten Mann, bekommt insgesamt vier Kinder. Sie nimmt verschiedene Lehrtätigkeiten an und lebt nach Guinea in Ghana, London, Senegal. Mittlerweile lebt sie mit ihrem zweiten Ehemann abwechselnd in New York und Guadeloupe.
⠀
Condé schreibt sehr schonungslos, ehrlich, ohne Schnörkel. Sie empfindet sehr viel Unglück in ihrem Leben, gibt sehr viel preis. Und immer wieder macht sie irgendwie weiter. Als sie nach London geht, nimmt sie zum ersten Mal bewusst Rassismus wahr. Dort entdeckt sie auch ihre Liebe zum Schreiben. In der gesamten Erzählung streut sie immer wieder die Inspirationen und Begebenheiten ihrer Romane ein. Das fand ich tatsächlich sehr spannend, obwohl ich noch kein Buch von ihr gelesen habe. Auch über die politische Lage zur damaligen Zeit, sowie über die Bevölkerung in Guinea und Ghana erfährt und lernt man einiges.
⠀
Ich bin über Recherchen zum Literaturnobelpreis auf Condé aufmerksam geworden. Auch in der Anthologie Daughters of Africa ist sie vertreten. Leider konnte mich die Sprache der Autorin nicht ganz einnehmen und ich bin einfach nicht richtig warm geworden. Für Fans der Autorin oder von Biografien aber sicherlich ein lesenswertes Buch einer beeindruckenden Frau.
Unbezahlte Werbung, das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Hinterlasse einen Kommentar