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Ayesha Harruna Attah – Tiefe Wasser zwischen uns

Man sieht das Buch aufgeschlagen auf blauem Untergrund. Auf dem Cover sind zwei Personen zu sehen als Umriss. Der Körper einer Person zieht sich über den kompletten Buchumschlag.

Details

Originaltitel: The Deep Blue Between
Übersetzung von Christiane Burkhardt

Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
Diana Verlag, 9. November 2021
ISBN 978-3453292536

Meine Bewertung

Bewertung: 3 von 5.

Klappentext

Ghana 1892: Die Zwillingsschwestern Hassana und Husseina sind zehn Jahre alt, als ihr Dorf von Sklavenhändlern überfallen und niedergebrannt wird, obwohl Sklaverei bereits verboten ist. Dieses traumatische Ereignis ist jedoch nicht das Ende, sondern der Beginn ihrer Geschichte – eine Geschichte, die sie an fremde Orte und in unbekannte Kulturen führen wird. Die Mädchen werden getrennt und entwickeln sich in Brasilien und an der Goldküste Westafrikas zu ganz unterschiedlichen jungen Frauen. Trotz allem verbindet ein unsichtbares Band die Zwillinge, selbst über tiefe blaue Wasser hinweg. Doch wird das Schicksal sie jemals wieder wirklich zusammenführen?

Hassana und Husseina sind Zwillingsschwestern. Im Alter von zehn Jahren wird ihr Dorf von Sklavenhändlern überfallen. Die beiden werden getrennt und wachsen unabhängig voneinander zu jungen Frauen heran. Husseina in Brasilien, Hassana an der Goldküste Afrikas. Nur durch ihre Träume sind sie miteinander verbunden.

Die ghanaische Autorin Ayesha Harruna Attah hat hier einen Roman über die Zeit nach der Sklaverei geschrieben, das getrennte Aufwachsen der Zwillinge, die durch ein unsichtbares Band weiterhin miteinander verbunden sind hat mich zuerst sehr angesprochen. Die Sprache ist klar und leicht verständlich. Besonders die Beschreibung der Umgebungen haben mir gut gefallen und auch das Einbringen der Candomblé Glaubensgemeinschaft fand ich spannend, davon hatte ich bis dahin noch nichts gehört.

Der Candomblé ist eine brasilianische Religion, die tiefe Wurzeln und ihre Wiege in Westafrika hat. In den Grundzügen geht es im Candomblé darum, einen Austausch zwischen den Menschen, die ihn praktizieren, und den Göttern – Orisha, Nkisi oder Vodum genannt – herzustellen, abhängig davon, aus welcher Nation der Candomblé kommt.

Quelle: Wikipedia.de

Ansonsten konnte mich das Buch leider nicht wie gewünscht abholen, mir hat die Tiefe gefehlt, es wurden viele Themen oberflächlich angesprochen, aber nicht weiter ausgebaut. Auch die Charaktere blieben für mich teilweise sehr flach und leider auch emotionslos. Da es aber anscheinend ein Jugendbuch ist, war ich vielleicht auch einfach die falsche Zielgruppe. Ein großes Lob aber an die wirklich wunderschöne Umschlagsgestaltung von Christian Otto.

Unbezahlte Werbung, das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


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