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Margarete Stokowski – Untenrum frei

Man sieht das Buch liegend auf einer weißen Kommode. Der Name der Autorin und der Titel sind in zwei Rechtecke geschrieben, es prangt ein großes, X in Neonorange auf dem Cover.

Details

Taschenbuch, 256 Seiten
Rowohlt Taschenbuch, 24. April 2018
ISBN 978-3499631863

Meine Bewertung

Bewertung: 4 von 5.

Klappentext

Wie frei und gleichberechtigt sind wir? Warum fällt es uns leichter, über Essen zu reden als über Sex? Haben wir die Fesseln der Unterdrückung längst gesprengt, oder haben wir nur gelernt, in ihnen shoppen zu gehen?

In diesem Buch erzählt Margarete Stokowski von den kleinen schmutzigen Dingen, über die man lieber nicht redet, weil sie peinlich werden könnten. Und sie schreibt über die großen Machtfragen, über die man lieber auch nicht redet, weil vieles so unveränderlich scheint. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird deutlich: Es ist dieselbe.

Stokowski zeigt, wie sich Rollenbilder und Schamgefühle manifestieren, wie sie uns einschränken – und dass wir sie loswerden können. Mit scharfsinnigem Blick auf die Details gelingt ihr ein persönliches, provokantes und befreiendes Buch.

Content Notes (könnten Spoiler enthalten)

Essstörung, Sexualisierte Gewalt, Selbstverletzendes Verhalten

Wenn man anfängt nach Büchern über Feminismus zu suchen, landet man irgendwann unweigerlich bei Untenrum frei, welches bereits 2016 erschien und auch auf Bookstagram oft zu finden ist. Ich bin hier also etwas spät dran, dabei hätte ich das Buch schon viel früher lesen müssen.
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Zum Inhalt muss man da auch eigentlich gar nicht mehr viel sagen, Stokowski stellt die Frage „Wie frei und gleichberechtigt sind wir?“, sie schreibt mit persönlichen Anekdoten über Rollenbilder der Frau, allem voran natürlich in den Medien, über Schamgefühle, die einschränken und unterdrücken. Es geht um Ungleichheiten, Veränderungen und Freiheit, und zwar nicht nur „untenrum“ sondern auch „obenrum“.
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Der persönliche Stil, oft ironisch, teilweise auch wütend, hat mir sehr gut gefallen. Es ist gut recherchiert, klug und eingängig geschrieben, auch wenn mir manche Themensprünge zu schnell waren. Es ist ein wichtiges und empfehlenswertes Buch, das sich vor allem für den Einstieg eignet. Wer sich schon länger mit Feminismus beschäftigt und/oder schon viel darüber gelesen hat, wird hier vielleicht nicht arg viel Neues erfahren.


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