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Colson Whitehead – Underground Railroad

Bild des Buchcovers. Man sieht ein altes Haus. und den sternenklaren Himmel. Die Farben sind eher dunkel. Der Titel des Buchs ist in weißen Lettern über das Buch geschrieben.

Details

Originaltitel: The Underground Railroad
Übersetzung von Nikolaus Stingl

Taschenbuch, 349 Seiten
Fischer Taschenbuch, 27. Februar 2019
ISBN 978-3596702534

Meine Bewertung

Bewertung: 4 von 5.

Klappentext

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, Schwarz zu sein in Amerika.

Content Notes (könnten Spoiler enthalten)

Versklavung, Rassismus, N-Wort, Traumata, Psychische und Physische Gewalt, Flucht, Verfolgung

Colson Whitehead nimmt uns in seinem Roman mit in die Zeit der Schwarzen Sklaven in Amerika. Der Roman hat einen historischen Kern über das Netzwerk der Underground Railroad, Gegner der Sklaverei konnten hier Mitte des 19. Jahrhunderts fast 100.000 Menschen befreien.
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Die Geschichte beginnt auf einer Baumwollplantage in Georgia. Es geht um Cora, die dort schon geboren und aufgewachsen ist. Von einem Leben kann man hier kaum sprechen, die Arbeit ist hart, die Plantagenbesitzer noch härter. Von ihrem Mitsklaven Caesar erfährt sie von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk. Erst sagt sie nein, doch dann treten sie gemeinsam die Flucht an und so begleiten wir die Beiden auf ihrer gefährlichen Odysee bis nach Indiana. Um nicht zu viel zu verraten möchte ich hier gar nicht weiter auf die Geschichte eingehen, denn es passiert ziemlich viel.

Whitehead schreibt sehr bildlich, man bekommt einen heftigen Eindruck aus dieser Zeit und wie man mit Menschen umgegangen ist. Ob Kopfgeldjäger, Ausstellungen im Museum oder medizinische Experimente. Hier bekommt man alles. Es ist schwer begreifbar. Kein schöner Roman, sondern ein ehrlicher und brutaler. Ich bin froh es gelesen zu haben.

Das Buch wurde 2021 von Barry Jenkins als Miniserie verfilmt.


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