
Details
Originaltitel: Migrations
Übersetzung von Tanja Handels
Gebundene Ausgabe, 398 Seiten
S. Fischer, 26. August 2020
ISBN 978-3103974706
Meine Bewertung
Klappentext
Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel beginnen zu verschwinden, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenschwalben zu folgen. Inmitten der exzentrischen Crew eines der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, ihrer Vergangenheit kann Franny nicht entfliehen. Schon bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.
Eine Ode an die bedrohten Geschöpfe dieser Erde. Eine Geschichte über die Wege, die wir gehen für die Menschen, die wir lieben. Und sei es bis zum äußersten Rand der Welt.
Content Notes (könnten Spoiler enthalten)
Klimawandel, Umweltzerstörung, Artensterben, Trauer, Verlust, Suizidgedanken, Missbräuchliche Beziehung
„Die Tiere sterben. Bald sind wir hier ganz allein“
So beginnt der Debütroman der australischen Autorin Charlotte McConaghy, die hier ein gar nicht so undenkbares Szenario schafft. Mit dem Voranschreiten des Klimawandels wird die Erde immer stiller und die meisten Tiere sind bereits ausgestorben.
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Die Protagonistin Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, sie zieht die tierischen Gefährten den Menschen vor. Als die Tiere beginnen zu verschwinden, beschließt sie den letzten Küstenschwalben auf ihrer Wanderung zum Südpol zu folgen. Mit der Crew eines der letzen Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis.
In Zeitsprüngen erzählt McConaghy die Geschichte von Franny in einer fast schon poetischen Sprache. Man taucht ein in Frannys Vergangenheit, mit der man einen Krimi füllen könnte. Franny ist ein schwieriger Charakter, kompliziert, geplagt von zahlreichen Verlusten und Ängsten, rastlos. Nach und nach erfährt man was sie geprägt hat und wovor sie eigentlich wegläuft und bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte, die exzentrischen Figuren die einem ans Herz wachsen, das Gefühl für die Natur und das Thema Artensterben/Zerstörung der Natur wurden hier sehr einprägsam erzählt. Ein dichter, komplexer Roman, der mich sehr berührt hat.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
„und ich weiß nicht, wie ich die Welt in eine
Form bringen soll mit der ich klarkomme.“
Und auch wenn das Buch sehr schnell in meine Lieblingsbücher aufgenommen wurde, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es – vor allem auf Instagram – auch Kritik an der Autorin und ihr literarischer Umgang mit physischen, sowie psychischen Krankheiten und Behinderungen gibt. Unter anderem hier nachzulesen.
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