
Details
Originaltitel: Queenie
Übersetzung von Henriette Zeltner-Shane
Gebundene Ausgabe, 544 Seiten
Blumenbar, 18. August 2020
ISBN 978-3351050863
Meine Bewertung
Klappentext
Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln. Zum Beispiel in der Zeitungsredaktion, wo sie die Zeit vertrödelt, anstatt endlich über die Themen zu schreiben, die ihr wichtig sind: Black Lives Matter, Feminismus, seelische Gesundheit. Oder mit ihrem braven weißen Boyfriend, der sie nicht gegen seinen („Er hat’s nicht so gemeint.“) rassistischen Onkel verteidigt. Als die Beziehung zerbricht, sucht Queenie Trost in der digitalen Datinghölle und trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen. Die Welt schaut ihr zufrieden dabei zu. Ist denn von jungen (Schwarzen) Frauen anderes zu erwarten? Eben. Erst als es fast zu spät ist, stellt sich Queenie den wichtigen Fragen: Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Und mich ein bisschen glücklicher?
Content Notes (könnten Spoiler enthalten)
Mentale Gesundheit, Rassismus
Carty-Williams schreibt über das Erwachsensein, das Leben mit Diskriminierung und Depression. Mit Queenie hat sie meiner Meinung nach eine wichtige Protagonistin geschaffen.
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Queenie ist eine 25 jährige Schwarze Frau die in London lebt. In ihrem Umfeld erlebt sie alltäglichen Rassismus, manchmal subtil, manchmal weniger subtil. Wir begleiten Queenie zu schrecklichen Dates mit respektlosen Männern, auf der Suche nach Ablenkung, Trost und Anerkennung. Wir erfahren wie wichtig es ist über psychische Erkrankungen zu sprechen, auch in einer Familie in der es so etwas eigentlich nicht gibt.
Es sind schwierige Themen von Carty-Williams in einen leichten, flüssigen, teilweise sogar humorvollen Schreibstil verpackt. Ein Roman für eine ganze Generation, die sich in den ein- oder anderen Themen, die zum Alltag vieler Menschen gehören, gesehen fühlen können.
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